Warum ist Geld verdienen mit einem Blog so schwierig?

Jeder Blogbesitzer, der im Internet Geld verdienen will, schaut natürlich auf die Top-Verdiener in der Branche (wie z. B. smartpassiveincome.com (engl.) oder selbstaendig-im-netz.de). Dort kann man über die hohen Einnahmen staunen und sich ausmalen, was alles möglich.

Bei Peer gibt’s monatlich ein aktuelle Blogeinnahmen- Liste von Blogs. Schaut man sich jedoch die Liste genauer an, bemerkt man, dass die meisten Blogs nur sehr wenig Einnahmen (<100€/Monat) im Vergleich zu den „Großen“ erzielen.

Warum ist das so?

Im Folgenden habe meine Hauptgründe dargestellt, wieso man kein Geld mit einem Blog nur schwer verdienen kann. 

1. Einen Blog zu betreiben bedeutet sehr viel Arbeit!
Mann muss immer viel schreiben und guten Inhalt bereitstellen.
Denn nur durch guten qualitativ hochwertigen Content kommen auch Besucher. Mit vielen Besucher lässt sich durch Werbeeinnahmen dann Geld verdienen.
Ein Problem hierbei ist, dass fast jedes Thema, dass man sich aussucht bereits auf vielen anderen Blogs bereits ausreichend und teilweise auch echt gut betrachtet wurde. Ein kurzer Blick in die Google- Suche bringt dann meist die Ernüchterung

2. Die Einnahmen kommen nicht über Nacht!
Zumindest am Anfang nicht. Es dauert mindestens mehrere Monate um einen neuen Blog bei genügend Ausdauer soweit aufzubauen, dass genügend Besucher kommen, um damit Geld zu verdienen.

3. Nicht jede Nische ist zum Geld verdienen geeignet!
Besonders gut funktionieren Blogs zum Thema „Wie verdiene ich Geld im Internet“ sowie Blogs, die sich mit Mainstream- Themen beschäftigen, wie z. B. aktuelle Technologietrends. Diese Blogs verdienen deshalb soviel, weil es viele Menschen gibt, die das interessiert. Im Gegensatz zu einem Blog über ein spezielles Hobby (z. B. Degus als Haustiere halten), wo es viel weniger Interessierte gibt.
Man muss aber beide Seiten der Medaille sehen. Blog mit einem Mainstream- Thema bringt zwar viel Besucher, hat aber auch viel Konkurrenz, was im Endeffekt noch mehr Arbeit bedeutet. Eine kleinen Nischenseite mit Besuchern kann u. U. die bessere Wahl sein, weil man hier auch weniger Mitbewerber hat, die Websites zum selben Thema haben und dann schneller Erfolge erzielen kann.

4. Werbung wird zu schnell eingefügt!
Viele Blogger, die damit Geld verdienen wollen, machen den Fehler zu Beginn bereits Banner und Adsense in den Blog zu integrieren, obwohl noch fast keine Besucher da sind. Was bringt das? Meiner Meinung nach nicht viel. Ich denke sogar, dass so ein Vorgehen den Aufbau eines qualitativen Blogs beeinträchtigen kann.
Denn: Der Besucher kommt meistens durch andere Blogs oder die Google- Suche auf den Blog und liest den Beitrag, der ihn interessiert. Nebenbei nimmt er aber unbewusst Werbung wahr. Egal, ob es ein 300×250 Adsensebanner im Content ist oder ein der kleinen 125×125 Sidebarbanner. Nach Überfliegen der Einleitung klickt der Besucher auf den Adsense- Banner weil der ja so relevant ist und ist vom Blog verschnwunden. Damit erhält man für den Besucher eine einmalige Vergütung, toll oder? Eher nicht!
Viel besser wäre es doch, wenn der Besucher durch keine Werbung abgelenkt wird, sich vielleicht den ganzen Artikel durchliest und dann einen Kommentar schreibt oder ggf. sogar den Newsletter oder RSS- Feed generiert. Denn ein wiederkehrender Besucher kann auch wiederkehrende Einnahmen generieren.

4. Ausdauer, Zeit, Lust und Motivation fehlt!
Ich finde das ist einer der wichtigsten Punkte. Zu Beginn ist man noch euphorisch, weil man (mit Smartpassiceincome.com im Hinterkopf) an die Top- Blogverdiener denkt und anfängt erste Artikel zu schreiben. Wenn dann der erste Monat vorbei ist, un der Besucherzähler immer noch < 10 anzeigt, wobei die meisten Aufrufe durch RSS- Dienste wie bloggerei.de zustande kam, schlägt die Euphorie schnell in Frustration um.
In diesem Fall sollte man folgendes machen: Einfach weiter schreiben, verlinken, kommentieren 🙂
Irgendwann zahlt es sich aus.