E-Book erstellen mit dem richtigen Programm

Endlich habe ich es geschafft und mein E-Book zum Thema „Geld verdienen mit Gratis-SMS“ steht kurz vor der Veröffentlichung. D.h. ich bin schon beim 4. Schritt meiner Anleitung zum Erstellen eines E-Books angelangt. Bis dahin war es aber ein langer und arbeitsaufwendiger Weg. Vor allem die Wahl des richtigen Programms für die Erstellung des E-Books (im PDF-Format) hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Die Vor- und Nachteile der von mir getesteten Programme möchte ich nun vorstellen.

E-Book erstellen mit Pages auf dem Mac

Nachdem ich das erste Konzept meines E-Books fertig gestellt hattte, ging die Arbeit erst richtig los. Denn ich musste ein Programm finden, dass die folgenden Anforderungen abdeckte:

  • Export als PDF
  • eigenes Layout (inkl. Kopf- und Fussbereich)
  • mehrspaltiges Layout
  • Übernahme des Inhaltsverzeichnis in die PDF

Programme zum E-Book erstellen

Es folgen nun 4 Programme, die ich getestet habe. Dabei ist sowohl Software für einen Windows-PC als auch für den Mac.

Word (Windows, kostenpflichtig)

Da ich am Anfang noch meinen Laptop mit Windows für Arbeiten am E-Book verwendet, tippte ich die erste Version in eine Word-Datei. Das war jedoch nur der 1. Entwurf ohne Layout usw. Leider gibt es bei Word keinen integrierten PDF-Export. Stattdessen muss man sich ein kostenlosen PDF-Drucken (z. B. FreePDF) herunterladen und kann dann anschließend seine sämtlichen Office-Dokumente  (z. B. auch Word-Dateien) als PDFs exportieren / drucken. Das Programm FreePDF funktioniert recht zuverlässig und ich kann das für Office-Anwender nur empfehlen.

Libreoffice / Openoffice (Windows und Mac, kostenlos)

Nach meinem Umstieg von Windows-PC auf Mac als Arbeitsstation musste ich mir auch eine Alternative zu Word suchen. Dabei stieß ich auf LibreOffice (einem Abkömmling von OpenOffice). Dabei handelt es sich um eine kostenlose Alternative zu den kostenpflichtigen Office-Anwendungen von Microsoft (Word, Excel, usw.). Der Vorteil ist jedoch, dass man damit auch Word-Dokumente öffnen und bearbeiten kann. Ein weitere Pluspunkt ist der integrierte PDF-Export, womit man jedes Dokument in LibreOffice als PDF-Datei speichern kann. Leider hatte ich ständig Probleme mit Abstürzen und dem Scrollen, weswegen ich bald schon die dritte Software testete…

iBooks Author (Mac, kostenlos)

Nach ein weinig Internetrecherche stieß ich auf das kostenlose Mac-Programm iBooks Author, dass in erster Linie dazu gedacht ist ein richtiges E-Book für’s iPad zu erstellen. Man kann jedoch damit auch sein E-Book als PDF exportieren. Es gibt 6 vorgefertige Layouts, die wirklich gut gelungen sind und den Anschein erwecken, als ob es sich um ein richtiges Buch handelt. Das Einfügen von Text in der entsprechenden Formatierung (Kapitel / Abschnitt usw.) ist hier sehr einfach und nachvollziehbar gestaltet. Der Nachteil sind jedoch die enorm großen PDF-Dateien, die bereits ohne Bilder mehrere MByte groß sind. Außerdem wird das Inhaltsverzeichnis nicht mit in die PDF exportiert.

Pages (Mac, kostenpflichtig)

Zu guter Letzt bin ich bei Pages (für Mac), dem Gegenstück zu Word bei Windows, gelandet. Das Programm kann ich 30 Tage kostenlos testen und danach für gerade einmal 15,99€ kaufen kann, was ich auch tun werde. Die endgültige Version meines E-Books habe ich also nun mit Pages erstellt. Hier gibt es zwar keine schönen Vorlagen, man muss quasi alle Stile selbst einstellen. Wenn das aber einmal durchgeführt wurde, kann man schnell ein schönes E-Book Layout erstellen und mit Inhalten füllen. Der integrierte PDF-Export erzeugt dann eine schlanke PDF inkl. Inhaltsverzeichnis.

Vor- und Nachteile der vorgestellten Programme

In der Tabelle habe ich noch einmal die Vor- und Nachteile meiner getesteten Programme dargestellt.

Word LibreOffice iBooks Author Pages
  • individuelle Layouts
  • individuelle Layouts
  • PDF-Export
  • vorgefertigte Layouts
  • einfache Bedienung
  • PDF-Export
  • PDF-Export
  • individuelle Layouts
  • kein integrierter PDF-Export
    (nur über Zusatztool)
  • keine E-Book Vorlagen
  • zu viele Abstürze
  • teilweise schlechte Bedienung
    (z. B. beim Scrollen)
  • wenig Anpassungsmöglichkeiten
  • zu große PDF
  • PDF ohne Inhaltsverzeichnis
  • keine Links bei Bildern

Schlussendlich habe ich mich also für Pages entschieden und bereue das bisher noch nicht. Heute muss ich noch einige Bilder und Quellen ins E-Book einfügen und danach einmal Probelesen lassen, damit’s dann endlich veröffentlicht werden kann.

2 Gedanken zu „E-Book erstellen mit dem richtigen Programm“

  1. Hallo,

    eine Alternative wäre sicherlich noch LaTeX gewesen.

    Für Einsteiger ist das sicherlich nichts, aber da du ja programmierst, sollte die Nutzung von LaTeX keine Hürde sein. 😉

    Gerade wenn die Projekte umfangreicher werden, bringt das Programm viel Geschwindigkeit mit.

    Viele Grüße,
    Ralf

    1. Ich hatte LaTex in der Uni, denke aber dass es für mein E-Book etwas zu überdimensioniert wäre. Aber wenn man viel mit Formeln etc. arbeitet und sich damit auskennt, ist es schon was Feines.

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